DFM-Analyse reduziert das Risiko von Produktionsfehlern
Die DFM-Analyse (Design for Manufacturing) ist ein entscheidender Prozess, der die Effizienz der Elektronikfertigung deutlich erhöht und die Zuverlässigkeit der hergestellten Geräte verbessert. Dabei optimieren Ingenieure das Design so, dass die Produktion schneller, einfacher und kostengünstiger durchgeführt werden kann.
Kann man Produktionsfehler vermeiden, die die Lebensdauer des Endprodukts verkürzen, unnötige Kosten verursachen oder die Lieferzeit verlängern?
Wie lassen sich Produktionskosten senken, ohne die Qualität der Geräte zu beeinträchtigen?
Design for Manufacturing (DFM), also „fertigungsgerechtes Design“, ist eine spezialisierte Designprüfung durch die Abteilung für Prozesstechnologie. Ziel ist es, sowohl potenzielle Konstruktionsfehler auszuschließen als auch Lösungen zu identifizieren, die den Fertigungsprozess unnötig verkomplizieren könnten.
Beide Aspekte können die Kosten erheblich erhöhen, die Qualität beeinträchtigen oder die Durchlaufzeit verlängern. Die DFM-Prozedur ist vollständig auf die individuellen Anforderungen des Kunden zugeschnitten. Dadurch wird das Design nicht nur an technische und funktionale Anforderungen angepasst, sondern auch an die spezifischen Bedürfnisse des EMS-Herstellers.
Aus diesem Grund sollte die DFM-Analyse so früh wie möglich durchgeführt werden.

- Erfüllung technischer und funktionaler Anforderungen: Das Produktdesign muss alle technischen und funktionalen Anforderungen erfüllen und eine optimale Leistung sowie Qualität sicherstellen.
- Vereinfachung der Konstruktion: Vermeidung komplexer Designs, die zu Produktionsproblemen und zusätzlichen Kosten führen können.
- Minimierung der Anzahl von Bauteilen: Weniger Komponenten reduzieren die Montagekomplexität und das Fehlerrisiko.
- Einsatz standardisierter Bauteile: Standardkomponenten senken Einführungskosten und erleichtern die Materialbeschaffung.
- Optimierung der Bauteilabstände auf der Leiterplatte (PCB): Verhindert Montagefehler und reduziert das Risiko teurer Nacharbeiten.
- Sicherstellung der Materialverfügbarkeit: Leicht verfügbare Materialien verkürzen Lieferzeiten und senken Kosten.
- Montagefreundliches Design: Das Design sollte eine einfache und effiziente Montage ermöglichen.
- Vermeidung von Produktionsproblemen: DFM identifiziert potenzielle Fertigungsprobleme bereits in der Entwurfsphase.
- Optimierung der Fertigungsprozesse: Ein fertigungsgerechtes Design reduziert Kosten und Produktionszeit.
- Bewusste Auswahl der Produktionstechnologien: Die richtige Technologie hat direkten Einfluss auf Qualität und Effizienz.
Die Prüfung der „Montierbarkeit“ erfolgt bereits im Rahmen der Angebotsphase. Ingenieure der Abteilung für Prozesstechnologie analysieren das Design und identifizieren mögliche technologische Risiken. Anschließend wird der Kunde über mögliche Optimierungen informiert. Da dieser Prozess parallel zur Kalkulation erfolgt, verursacht er keine Verzögerungen im Projekt.
Vor dem Start der SMD-Bestückung führen wir eine zusätzliche Analyse mit einem fortschrittlichen Simulationswerkzeug durch, das mit unseren Pick-and-Place-Maschinen gekoppelt ist – eine Lösung, die in Polen nur wenige EMS-Anbieter nutzen.
Die Software dient der Programmierung der Fertigungsanlagen und ermöglicht eine realistische Visualisierung der Bauteile auf der Leiterplatte. Sie erzeugt Modelle mit realen Abmessungen, wodurch wir sehr präzise – auch vergrößert – prüfen können, ob alle Komponenten korrekt platziert sind.

Dies ist besonders wichtig bei hoher Bauteildichte oder sehr kleinen Komponenten. Zudem können wir eigene Bauteile zur Bibliothek hinzufügen: Ein Scanner erstellt ein Bild und generiert daraus ein präzises Komponentenmodell.
Dank dieser Unterstützung vermeiden wir Situationen, in denen Fehler erst während der Montage entdeckt werden. In solchen Fällen müsste die Produktion gestoppt werden, was sowohl für den Kunden als auch für den EMS-Hersteller erhebliche Kosten und Verzögerungen verursacht.

Spezialisierung führt zu besseren Ergebnissen. Unsere Ingenieure verfügen über einzigartiges Know-how, das auf über 20 Jahren Erfahrung in der Elektronikfertigung und der Analyse hunderter PCBA-Projekte basiert.
Dieses Wissen umfasst nicht nur theoretische Grundlagen, sondern vor allem praktische Erfahrung aus der Prozessplanung und Produktionsvorbereitung.
Die Kombination aus dem Know-how Ihres Teams und unserer Abteilung für Prozesstechnologie schafft einen echten Mehrwert und verbessert die Qualität des Endprodukts nachhaltig.
Die Ergebnisse werden nach ihrer Kritikalität kategorisiert:
In manchen Fällen enthält das Design schwerwiegende Fehler. Werden diese zu spät erkannt, müssen sie nachträglich manuell korrigiert werden, was Kosten und Durchlaufzeit erheblich erhöht.
Ein typisches Beispiel sind Fehler im BOM, etwa falsche Ersatzteile oder fehlerhafte Bezeichnungen. Komponenten wie SO8 und SO8W unterscheiden sich in ihren Abmessungen – ein solcher Fehler führt dazu, dass Bauteile nicht korrekt verlötet werden können.
Solche Probleme müssen unbedingt vor Produktionsbeginn erkannt werden, da sie auch die Einhaltung von IPC-Standards beeinträchtigen können.

Mit über 20 Jahren Erfahrung verfügen wir über umfangreiche Praxiskenntnisse in der Elektronikmontage.
Oft genügt bereits eine minimale Anpassung – etwa eine Verschiebung eines Bauteils um wenige Millimeter –, um manuelles Löten vollständig zu vermeiden, was eine teure Operation darstellt.
Besonders effizient sind Änderungen, die Wellenlöten ermöglichen, da der Prozess unabhängig von der Anzahl der Pins gleich lange dauert.
Auch die Reduzierung der Bestückung auf eine Leiterplattenseite kann sinnvoll sein, da manche Komponenten nur einmal im Reflow-Prozess verarbeitet werden dürfen.
In bestimmten Fällen lässt sich eine doppelseitige Bestückung sogar vollständig vermeiden.

Jede durch DFM-Analyse unterstützte Designänderung bringt Vorteile für Hersteller und Kunde. Früh erkannte Fehler vermeiden teure Nacharbeiten und Produktionsstopps.
Schon kleine Änderungen – wie die Verschiebung von Komponenten – können Prozesse vereinfachen oder effizientere Fertigungsverfahren ermöglichen.
Statt manueller Lötprozesse können selektives Löten oder Wellenlöten eingesetzt werden, was Qualität, Wiederholbarkeit und Effizienz verbessert.
Auch das Leiterplattendesign selbst kann optimiert werden: Abstände zwischen Pads oder die verwendete Technologie beeinflussen die Kosten erheblich. Eine frühzeitige Optimierung ermöglicht den Einsatz kostengünstigerer PCB-Technologien.
Weniger Prozessschritte bedeuten immer niedrigere Kosten und kürzere Produktionszeiten – daher sollten Kunden die Empfehlungen der Experten unbedingt berücksichtigen.
Geringere Produktionskosten wirken sich direkt auf den Endpreis aus und verschaffen einen Wettbewerbsvorteil. Kürzere Durchlaufzeiten ermöglichen eine schnellere Markteinführung. Gleichzeitig steigt die Produktqualität, wodurch Reklamationen und negative Kundenbewertungen reduziert werden.
DFM ist daher weit mehr als nur eine Standardprüfung.
In über 20 Jahren EMS-Erfahrung haben wir Millionen von Geräten gefertigt – von einfachen bis hochkomplexen Systemen.
Kunden beauftragen uns regelmäßig mit der Prüfung ihrer PCB-Designs oder mit Revisionsanalysen. Unsere Abteilung für Prozesstechnologie identifiziert kritische Fehler und optimiert die Fertigungsprozesse.

Viele Kunden arbeiten seit Jahren kontinuierlich mit uns zusammen und beauftragen uns mit der Produktion neuer Produktgenerationen.
Im Rahmen dieser Zusammenarbeit geben wir regelmäßig Optimierungsvorschläge zur Verbesserung der Montage und zur Senkung der Gesamtkosten.
Durch diesen kontinuierlichen Austausch profitieren Kunden nicht nur von einem zuverlässigen EMS-Partner, sondern auch von einem echten Know-how-Transfer zwischen ihren Teams und unseren Ingenieuren.
Wir entwickeln kontinuierlich bessere und wirtschaftlichere Lösungen. Qualität steht bei uns an erster Stelle, denn wir fühlen uns für den Erfolg Ihrer Marke verantwortlich.
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